Wie ein Smart Home Leben retten kann

Seitdem Gebäude immer intelligenter werden, fallen auch immer mehr Daten an. Da die meisten Unfälle im eigenen Haus passieren können diese Informationen nicht nur dafür verwendet werden, um zum Beispiel automatisch die Waschmaschine anzustellen, sondern auch um Bewohner vor und in bedrohlichen Situationen zu warnen und zu schützen.

Das bekannteste Beispiel für Lebensrettende Geräte ist wohl der Rauchmelder. Waren sie vor einigen Jahren noch recht dumm, so sind sie heute mit regelrechter High-Tech Sensorik ausgestattet. Die Feuermelder tauschen die gewonnen Daten untereinander aus und können so schneller und genauer Feuer erkennen. Lichtsensoren sorgen dafür, dass der nervige „leere Batterie Ton“ nicht bei Nacht abgespielt wird und einen so durchschlafen lässt. Außerdem werden die Daten auch an andere Geräte übermittelt. So werden im Brandfall automatisch die Jalousien und Rollos hochgefahren, die gesamte Beleuchtung eingeschaltet und man bekommt eine Nachricht auf das Handy in der steht welcher Rauchmelder ausgelöst hat.

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Nicht nur Bewohner, sondern auch Einsatzkräfte profitieren von smarten Gebäuden.
Das Berliner StartUp KIWI.KI GmbH bietet ein Türzugangssystem an, bei dem mit Hilfe eines kleinen Funkchips ,der in der Hosentasche stecken bleiben kann , sich Türen automatisch öffnen sobald man in der direkten Nähe ist. Dieser Funkchip wurde auch an die Einsatzkräfte im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg vergeben. Bei Rettungsdienst- oder Feuerwehreinsätzen wird jetzt nicht mehr wertvolle Zeit darauf verschwendet darauf zu warten das die Tür geöffnet wird bzw. aufgebrochen werden muss. Die Einsatzkräfte können so direkt helfen.

Auch in der Forschung tut sich einiges. So hat zum Beispiel die Fachhochschule Bielefeld ein System entwickelt, dass verrauchte Flure und Zimmer in einem Gebäude erkennt und so Fluchtwege um diese Bereiche herum führt. Mithilfe von Messwerten der Rauch- und Präsenzmeldern erkennt das Gebäude so ob und wie viele Personen sich in den Räumen befinden und wählt den sichersten Fluchtweg. Bei Evakuierungen können diese Informationen auch genutzt werden um diese möglichst effizient und sicher zu gestalten. Das System kombiniert die rechtlichen Anforderungen an den Brandschutz mit aktueller Technologie des KNX-BUS.

Für Senioren und Pflegebedürftige Personen gibt es mittlerweile auch Produkte und Ideen die in Ernstfällen helfen können. So kann zum Beispiel durch kapazitiven Sensoren im Fußboden erkannt werden das eine Person hingefallen ist und sich nicht mehr bewegt. Durch ungewöhnliches Verhalten, wie etwa nicht zu den gewohnten Zeiten aus Bett aufstehen, können Pflegedienste oder Familienangehörige automatisch benachrichtigt werden.

Auch Wearabels könnten in Zukunft bei sich stark verschlechternden Vitalwerten mit der Fritzbox kommunizieren und dem Rettungsdienst schon auf der Einsatzfahrt Daten wie den Pulsschlag mitteilen.
All diese Technologien können dafür sorgen, dass im Ernstfall wertvolle Zeit gespart wird und damit auch die Heilungschance von Erkrankten und Verunfallten steigt.

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